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13 Feb, 2019 / Lebensmittelindustrie allgemein

MMM Kongress 2019

Unser Geschäftsführer, Thomas Schulz, hat Prioritäten gesetzt und war für uns von RAU | INTERIM bereits zum zweiten Mal in Folge als Teilnehmer beim diesjährigen MMM Kongress in München. Zwei volle Tage vom 10.-12.02.19 mit einem dichten Programm und erneut hervorragenden KeyNote Speakern sowie herzlichen Teilnehmern aus dem Umfeld der Lebens- und Konsumgüterindustrie, mit denen es eine Freude ist zu sprechen. Einige unserer Kunden waren ebenfalls vor Ort, der partnerschaftliche Austausch vor Ort in einer inspirierenden und anregenden Umgebung ist die Kür und voneinander zu lernen sowie sich gemeinsam aktuellen und brennenden Fragen zu stellen ist wirklich eine Freude.

„Offenheit, Haltung, Richtung, Führung“. Die Themen des diesjährigen Kongresses. Und es sind alles Themen, die uns in unserem Geschäftsmodell und unserem Auftreten bei RAU | INTERIM täglich bewegen. Alles Themen, die immer schon wichtig waren und scheinbar in der heutigen Zeit immer wichtiger werden.

Prof. Nassehi hat viel Kluges gesagt, ein Kernsatz, der nicht neu ist, aber nicht oft genug wiederholt werden kann war, dass die klugen Menschen mit denen reden, die nicht ihrer Meinung sind. Und dabei gibt es natürlich nicht nur Schwarz und Weiß. Prof. Lesch war erwartungsgemäß große klasse, vieles war uns klar, aber die Ausdrucksstärke hat beeindruckt, insbesondere, dass die Natur der Gerichtshof der Naturgesetze sei. Diese sind nicht auszuhebeln. Und dass täglich die Guillotine fällt (Klima, Artensterben) nehmen wir gar nicht mehr richtig wahr. Dass Energie gespart werden und decarbonisiert werde müsste, weiß jeder. Doch wie soll das gehen, wenn das Internet heutzutage die Nr. 3 der weltweiten Energieverbraucher ist?

Herr Hirschhausen war unterhaltsam, Frau Williams emotional, Frau Müller beeindruckend. Und die nicht Genannten ebenso. Aber am besten fanden wir Frau Dr. Elisabeth Wehling. Die Sprachforscherin, die sich mit „Framing“ beschäftigt. Insgesamt auch nichts Neues, umso frappierender, dass soviel Erkenntnis dabei war. Dass die Sprache unser Gehirn physisch verändert, war uns nicht klar, dass die Sprache vorgibt, wie wir denken aber schon. Dass Haltungen über die die Sprache im Gehirn enkodiert werden (kurz und langfristig) haben wir uns nicht bewusst gemacht. Der Schlüssel / la cley. Maskulin und Feminin mit verschiedenen Assoziationen. Was aber am meisten beängstigte, ist die allgegenwärtige und immer perfider werdende Instrumentalisierung der Sprache.

Wir reden alle vom Klimawandel. Das ist himmelschreiend falsch! Wir leben in einer Zeit der Klimakrise. Und das sollte auch so gesagt werden.

Und wo kommt das her? 2001 hat G. Bush nicht mehr von "global warming" sondern von "climate change" gesprochen. Und seit 2017 redet D. Trump nicht mehr von "climate change" sondern von "extreme weather". Und das schwappt auch nach Deutschland. Wir sollten alle auf die Sprache achten, denn wer seine Sprache nicht kontrolliert, propagiert die Haltung jener, die es tun (E. Wehling).